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Sonntag, 09. September 2018 11:05 Alter: 69 Tage

SPATENSTICH ZUR SANIERUNG UND ERWEITERUNG DER PÄDAGOGISCHEN HOCHSCHULE SALZBURG

 

Foto : Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bildungslandesrätin Maria Hutter, Bundesminister Heinz Faßmann, Rektorin Elfriede Windischbauer, BIG Geschäftsführer Wolfgang Gleissner und Vizebürgermeister Bernhard Auinger; © Andreas Kolarik

Im Frühjahr 2018 erteilten das Finanz- und das Bildungsministerium die Freigabe für die Neugestaltung der Pädagogischen Hochschule (PH) Salzburg Stefan Zweig. Vor Kurzem sind die Bauarbeiten mit der Einrichtung der Baustelle und Abbruch eines Verbindungsganges gestartet. Jetzt wird der Bestand umgebaut. Heute, am 4. September 2018, nahmen Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Wilfried Haslauer, Landeshauptmann von Salzburg, Bernhard Auinger, Bürgermeister-Stellvertreter der Stadt Salzburg, Bildungslandesrätin Maria Hutter, Elfriede Windischbauer, Rektorin der PH Salzburg Stefan Zweig und BIG Geschäftsführer Wolfgang Gleissner den offiziellen Spatenstich vor.  

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) als Bauherr und Gebäudeeigentümer investiert im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung rund 35 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung des Standortes (inkl. Neubau Praxisvolksschule). Für die Dauer der Bauarbeiten ist die PH Salzburg samt Praxisvolksschule im ehemaligen Universitätsinstitutsgebäude in der Akademiestraße 26 beziehungsweise am Mühlbacherhofweg 6 untergebracht. Der Umzug dorthin ist bereits im Sommer 2017 erfolgt.

Sanierung und Erweiterung PH Gebäude Akademiestraße 23-25

Das Bauprojekt beginnt mit der Sanierung und Erweiterung der zwei Hochschulgebäude in der Akademiestraße 23-25. Dabei bleibt bei der Bestandssanierung kein Stein auf dem anderen. Die beiden Häuser aus den 1970er Jahren werden bis auf die Tragkonstruktion zurückgebaut und die Räume neu angeordnet. Zudem wird das Dachgeschoß von Haus 23 (Ost) komplett abgetragen und als Vollgeschoß neu errichtet. Die Fassade wird von Innen neu gedämmt und sämtliche Fenster getauscht. Zudem wird Barrierefreiheit hergestellt und ein überarbeitetes Brandschutzkonzept umgesetzt.

Der Bereich zwischen den Bestandsgebäuden wird für die Erweiterung genutzt. Hier entsteht ein neuer, großer Verbindungstrakt als neues Herzstück der Hochschule. Sämtliche Erdgeschoßzonen werden dabei zu einem großen multifunktionalen Bereich zusammenfasst, womit ein der Größe der Hochschule angemessenes Entrée und Raum für große Hörsäle geschaffen werden. Die vorgesehenen Atrien und Hörsäle reichen zum Teil bis ins Untergeschoß. Darüber hinaus entstehen hier das Buffet mit Speisesaal sowie Seminarräume.

Durch die Absiedelung der Praxisvolksschule und den neuen Verbindungsbau verzeichnet der Lehrbetrieb der Pädagogischen Hochschule insgesamt einen Flächengewinn von rund 6.000 m².  Gleichzeitig gibt es durch diese räumliche und funktionale Trennung im künftigen Unterrichtsablauf weniger nachteilige Überschneidungen. Läuft alles plangemäß, wird die Sanierung der PH Salzburg Stefan Zweig in der Akademiestraße 23-25 im Sommer 2020 abgeschlossen. Danach kann der Neubau der Praxisvolksschule erfolgen.

Neubau Praxisvolksschule Viktor-Keldorfer-Straße

Die künftige Praxisvolksschule besteht aus zwei unterirdisch miteinander verbundenen Gebäuden – Schulhaus und Turnsaal. Die Gesamtfläche beträgt rund 2.600 Quadratmeter. Im Erdgeschoß finden die Schüler künftig ein kleines Foyer, eine Bibliothek, Klassenräume und einen Bereich für die Nachmittagsbetreuung vor. Im ersten Obergeschoß befinden sich weitere Klassenräume und die Verwaltung. Das Untergeschoß wird mit Lichtschächten, Oberlichten und großzügiger Raumhöhe zu einer hochwertigen Nutzfläche für Bewegungs-, Kreativ-, Koch- und Essensräume. Von hier aus gelangen die Kinder über einen Verbindungsgang direkt in den Turnsaal, dessen Bodenniveau ebenfalls im Untergeschoß liegt. Der obere Bereich des Hauses ragt über den Grund hinaus und lässt viel Tageslicht ins Innere strömen. Zusätzlich zum Turnsaal sind hier auch Zentralgarderobe und Umkleiden untergebracht. Die von außen betrachtet klein wirkende neue Volksschule passt sich der niedrig gehaltenen Wohnbebauung in der Umgebung optimal an. Die Fassadengestaltung wird an die Schwesterngebäude der Pädagogischen Hochschule angepasst. Die Außenflächen von Turnsaal und Vordach bestehen aus Sichtbeton. Die Pläne für das Gesamtprojekt "Neugestaltung der PH Salzburg" stammen von "riccione architekten".


Zitate:

Bundesminister Heinz Faßmann: „Hochschulen sind Orte der Wissensvermittlung, des Austausches und der Begegnung. Um zu lernen, zu erfahren und zu reflektieren müssen auch die räumlichen Rahmenbedingungen vorliegen. Mit diesem Bauvorhaben wird eine neue Lernumgebung für Studierende geschaffen, die funktionell und modern ist und Diversität zulässt – dies ist für die PH Salzburg mit ihrer Ausrichtung als Inklusive Pädagogische Hochschule von großer Bedeutung. Doch nicht nur Studierende und Personal der Pädagogischen Hochschule werden von diesem Vorhaben profitieren, auch die Kinder der Praxisvolksschule werden einen neuen größeren Ort für Lernen, Bewegung und Kreativität vorfinden.“

Landeshauptmann Wilfried Haslauer: „Mit dem heutigen Spatenstich zur Sanierung und Erweiterung der Pädagogischen Hochschule Salzburg erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt, um den Bildungsstandort Salzburg nachhaltig zu stärken. Qualitative hochwertige Bildung und Ausbildung brauchen immer auch eine zeitgemäße Infrastruktur. Mit der völligen Neugestaltung der beiden Hochschulgebäude sowie dem Neubau der Praxisvolksschule Viktor-Keldorfer-Straße finden künftig sowohl Pädagoginnen und Pädagogen als auch Studierende beste Voraussetzungen für einen ausgezeichneten Hochschulbetrieb vor. Ich wünsche den Verantwortlichen einen guten und zügigen Bauverlauf!“

Bildungslandesrätin Maria Hutter, selbst an einer Pädagogischen Hochschule (PH) ausgebildete Lehrerin, betont: "Die PH ist ein wesentlicher Eckpfeiler im Bildungssystem. Hier wird durch gute Ausbildung und Vorbereitung auf den Beruf das Fundament für die zukünftigen Generationen unserer Lehrerinnen und Lehrer gelegt. Eine gute Ausstattung und dem neuesten Stand der Pädagogik entsprechende Unterrichtsräume sind nicht nur an unseren Schulen, sondern besonders auch hier wichtig. Es freut mich, dass die kommenden Generationen unserer Pädagoginnen und Pädagogen hier die besten Rahmenbedingungen für ihre wichtige Ausbildung vorfinden werden, denn Lehrer sein ist mehr als ein Beruf- es ist Berufung“.

Bürgermeister Stellvertreter Bernhard Auinger: „Die Universitäten und Hochschulen in der Stadt und Umgebung machen Salzburg zu einem starken Bildungsstandort. Die Pädagogische Hochschule trägt maßgeblich zum einzigartigen Profil der Wissensstadt Salzburg bei. Im neuen Gebäude werden Lehrern wie Studierenden moderne Hörsäle zur Verfügung stehen. Die Professoren, derzeit überwiegend in Großraumbüros untergebracht, können sich auf Büros für ein bis drei Personen freuen. Für die Studierenden wird es großzügige Begegnungsräume geben. Mein besonderer Dank geht dabei an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, das rund 35 Millionen in die Sanierung und Erweiterung des Standortes investiert. Und wenn die Pädagogische Hochschule fertig ist, bekommen die Schüler der Übungsvolksschule ein neues Gebäude.“

Rektorin Elfriede Windischbauer: "Mit der Einrichtung einer naturwissenschaftlichen Laborlandschaft und eines Robotic-Labors stehen in zwei Jahren modern ausgestattete Seminarräume für Studierende der Ausbildung zur Verfügung sowie für Lehrer in Fortbildungsveranstaltungen. Auch für Schülerinnen und Schüler sollen diese Labore geöffnet werden, die zugleich auch über die erforderliche Ausstattung verfügen werden, um das Experimentieren der Schüler zu erforschen. Daneben wird es neue, helle Räume für die bildenden Künste geben. Alle Seminarräume werden mit flexiblen Möbeln ausgestattet, um differenzierende Lehrformen zu ermöglichen. Zwischen den Lehrveranstaltungen werden den Studierenden ein großzügiges Buffet und mehrere Begegnungszonen – je nach Bedarf für konzentriertes Arbeiten oder für Erholung und Unterhaltung – zur Verfügung stehen."

BIG Geschäftsführer Wolfgang Gleissner: "Das Bestandsgebäude wird rundum erneuert, insbesondere die Umstrukturierung der Räume unterstützt einen effizienten Hochschulbetrieb. Die finanziellen Mittel für die Infrastruktur sind damit gleichzeitig Investitionen in das Wohl zukünftiger Generationen. Es entsteht eine vollkommen neue Lernumgebung für die Ausbildung angehender Pädagoginnen und Pädagogen. Das Projekt ist aktuell aber nur eines von mehreren in diesem Bereich. Neben der pädagogischen Hochschule Salzburg werden derzeit auch die Pädagogischen Hochschulen in Innsbruck und Wien saniert und erweitert. Insgesamt hält die BIG rund 400 (vom Bildungsministerium gemietete) Schulgebäude mit einem Flächenausmaß von rund 3 Mio. Quadratmetern im Eigentum."

Informationen der Bundesimmobiliengesellschaft BIG

Visualisierungen: © Riccione Architekten - Sonaar