Ein ganzheitlicher Ansatz der Medienpädagogik

Die Mediendidaktik und die Medienerziehung sind zentrale Teilbereiche der Medienpädagogik. Mediendidaktik bezeichnet den Einsatz von Medien zur Erreichung pädagogischer Ziele (Anwendung von Medien in pädagogischen Kontexten), während Medienerziehung die Vermittlung von Kenntnissen im Umgang mit Medien sowie die Vermittlung des Wissens über Medien und Mediensysteme bezeichnet. Medienpädagogik umfasst alle Medien, d.h. die Auseinandersetzung mit allen analogen und digitalen Technologien (sowohl in der Mediendidaktik als auch in der Medienerziehung).

Hinsichtlich der Entwicklung der Informations-und Kommunikationstechnologien und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen sowie Herausforderungen kommt diesem Bereich eine besondere Bedeutung zu. Wichtig ist dabei aber – gerade in Hinblick auf schnelle technische Veränderungen durch zunehmende Medienkonvergenz, Crossmedialität, Medialisierung und Mediatisierung – dass der Schwerpunkt dabei nicht auf dem Instrument an sich (z.B. Ausführung von Programmen, die sich schnell ändern/veralten), sondern auf der Fähigkeit liegt, sich Informations- und Kommunikationstechnologien sowie den sicheren und selbstbestimmten Umgang mit diesen anzueignen und für pädagogische (und private) Zwecke zu nutzen. Das heißt Studierende müssen auch für zukünftige Medienentwicklungen gewappnet sein, um langfristig als Lehrerinnen und Lehrer Medien sinnvoll einsetzen zu können.

Ziel der Integration von Medienpädagogik in das Lehramtsstudium ist a) die Förderung der Medienkompetenz der Studierenden und b) die Vermittlung medienpädagogischer Kompetenz, um Medien im Sinne des Grundsatzerlasses Medienerziehung des BMBF sinnvoll in den Unterricht integrieren und mit den Medienerfahrungen Heranwachsender umgehen zu können.