Center of Competencies Diversitätspädagogik (CDP)

Projektergebnisse > LESEN UND DIVERSITÄT

FORSCHUNGSDOKUMENTATION (Andrea Bramberger und Bärbel Linsmeier)

Kurzbeschreibung des Gesamtprojektes

Lesen und Diversität. LehrForschungsprojekt und Teaching Collaborative. Unterrichtsmodelle für Lese- und Diversitätskompetenz

Im Sommersemester 2014 fand an der Pädagogischen Hochschule Salzburg ein LehrForschungsProjekt statt. Es wurden didaktische Unterrichtsmodelle entwickelt, durch die Lese- und Diversitätskompetenz simultan vermittelbar und für Kinder erwerbbar werden. Literarische Grundlage waren Bilderbücher, die das Leben in verschiedenen Familienkonstellationen thematisieren und die damit Kindern Raum  geben sollen, sich mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Bedürfnissen darin wiederfinden und entdecken zu können. Konzipiert wurde das Projekt vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um die Gestaltung von sozialen Räumen, in denen egalitäre Bildungsbeteiligung für alle möglich ist und in denen der Bildungshintergrund kein Kriterium der Benachteiligung oder Übervorteilung ist.

  • Informationen zu den theoretischen Hintergründen des Gesamtprojektes erhalten Sie im folgenden PDF-Dokument
  • Sämtliche Unterrichtsmodule gemeinsam erhalten Sie im folgenden PDF-Dokument
  • Unten sehen Sie Kurzinformationen zu den einzelnen bearbeiteten Bilderbüchern und können die entsprechenden Unterrichtsmodelle abrufen

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Alles Familie! (Maxeiner/Kuhl 2013)

Es gibt unendlich viele Varianten von Familie, und das Buch zeigt, dass „alles“ Familie sein kann und „alles“ Familien gestaltet. Im Sinne der Inklusionstheorie will die Bildungsarbeit mit diesem Buch Gemeinsamkeiten stärken und egalitäre Positionen für alle Kinder schaffen. Verschiedenheit wird wertfrei als Normalität und Potential erfahrbar gemacht.

> Unterrichtsmodell (PDF)

Illustration aus „Alles Familie!“
von Alexandra Maxeiner und Anke Kuhl, Klett Kinderbuch, Leipzig 2010.

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Wann gehen die wieder? (Krause 2010)

Das Buch erzählt vom Leben in einer Patchworkfamilie und Situationen, die aufgrund unterschiedlicher Ungleichheitslagen und deren Zusammenspiel auftreten. Die Sensibilität für multiple Macht- und Differenzstrukturen (im Sinne der Intersektionalitätstheorie) gestaltet das Zusammenleben aller Mitglieder der Familie qualitätsvoller.

> Unterrichtsmodell (PDF)

Ute Krause, Wann gehen die wieder?
© arsEdition GmbH, München; 2010 erschienen im Bloomsbury Verlag GmbH, Berlin

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Feiern die auch mit? (Krause 2012)

Feiern die auch mit? ist der Fortsetzungsband des Buchs Wann gehen die wieder?. Auch hier werden Differenzen benannt und die Wertschätzung von Unterschiedlichkeit wird akzentuiert. Feiern die auch mit? klärt Grundlegendes zum Thema Inklusion und Exklusion in Familien und  beschreibt die Qualität des reflektierten Umgangs mit Differenzen an konkreten Beispielen des Zusammenlebens.

> Unterrichtsmodell (PDF)

Ute Krause, Feiern die auch mit?
© arsEdition GmbH, München; 2012 erschienen im Bloomsbury Verlag GmbH, Berlin

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König & König (de Haan/Nijland 2001)

Das Buch stellt alternative Geschlechterbilder und Beziehungsmodelle vor. Die Königin ist alleinerziehend und herrscht über ihr Reich, ihr Sohn heiratet einen Prinzen. Die Ordnung der Geschlechter gestaltet Familien und Beziehungen. Das Buch bietet ein facettenreiches Bild von Geschlechtsidentitäten und des(Zusammen-)Lebens als Frauen und Männer an.

> Unterrichtsmodell (PDF)

aus: König & König von Linda de Haan und Stern Nijland © Gerstenberg Verlag,
Hildesheim.

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Jakob & das Rote Buch (Huainigg/Hochleitner 2012)

Jakob & das rote Buch entwickelt unter dem Motto „Mein Genogramm ist kein Baum, sondern ein Stern!“ einen Weg des Umgangs mit der Situation, in einer Pflegefamilie zu leben, auf eine schwierige und konfliktreiche Biographie zurückzublicken und über die eigene Herkunftsfamilie nicht Bescheid zu wissen. Die Suche von Kindern nach Identität kann professionell unterstützt werden.

> Unterrichtsmodell (PDF)

Franz-Joseph Huainigg, Verena Hochleitner: Jakob & das rote Buch, Tyrolia Verlag
(eh. Wiener Dom-Verlag), 2012

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Von Mimi zu Mama und wieder zurück (Rohner/Gerritsen 2009)

Das Buch stellt die Pflegefamilie als eine wertvolle gesellschaftliche Institution vor und ermöglicht eine Diskussion über die Situation von Pflegekindern in Bezug auf ihr Verhältnis zu leiblicher Mutter und Pflegemutter. Kinder beschäftigen sich mit der Pluralität und Gleichwertigkeit von Familienmodellen und reflektieren eigene und gesellschaftliche Vorstellungen von Mütterlichkeit. Pflegefamilien sind keine „Ersatz“-Familien, sondern gleichwertige, andere Familien.

> Unterrichtsmodell (PDF)

Viola Rohner/Paula Gerritsen, VON MIMI ZU MAMA UND WIEDER ZURÜCK.
Copyright © 2009, Atlantis, ein Imprint der Orwell Füssli Verlag AG, Schweiz

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Alle seine Entlein (Duda/Friese, 2013)

Ein Fuchs nimmt ein Entenei zu sich, brütet es aus und betreut das Küken, immer mit der Absicht, es irgendwann fressen zu können. Gewalt, die Schwierigkeit der Bestimmung des Verhältnisses von Nähe und Distanz, beides sind Themen, die aufgrund der Hierarchie der Generationenordnung immer schon mit Familie verbunden sind. Mit diesem Buch kann die Reflexionskraft der Kinder über diese Situation entwickelt werden.

> Unterrichtsmodell (PDF)

Duda, Christian & Friese, Julia. (2013). Alle seine Entlein. Weinheim: Beltz und
Gelberg.

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Rosalind das Katzenkind (Wilkon/Wilkon, 1989)

Rosalind passt nicht nur wegen ihrer roten Fellfarbe so gar nicht in die kohlrabenschwarze Katzenfamilie. Auch mit ihrem Verhalten eckt sie bei den übrigen Familienmitgliedern dauernd an. Das Buch diskutiert Anderssein und Ausgrenzung innerhalb der Familie. Es fragt nach dem Platz, den Kinder in ihrer Familie haben, und argumentiert im Sinne der Wertschätzung von Diversität: Vielfalt ist kein Nachteil, sondern hat eine hohe Qualität für die Gruppe und das Wohlbefinden der Familienmitglieder.

> Unterrichtsmodell (PDF)

Wilkon, Piotr und Wilkon, Józef. (1989). Rosalind das Katzenkind. Zürich: bohem
press.   

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Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm (Schami/Könnecke, 2003)

Selbst wenn Familien einander sehr ähnlich sind, so richtet sich das Augenmerk oft auf die Differenzfaktoren - im Bilderbuch auf die unterschiedliche Hautfarbe zweier Familien, auf Race und Ethnicity. Das Buch diskutiert nicht die Differenz, sondern Ängste, die sich mit dem Anderssein des Anderen verbinden. Wie erleben Kinder/Familien Fremdheit und kulturelle Vielfalt? Welcher Umgang mit „Heterogenität“ kann auf Grundlage des Bilderbuches erarbeitet werden?

> Unterrichtsmodell (PDF)

Schami, Rafik und Könnecke, Ole. (2003). Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm. München: Hanser Verlag.   

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Suche Arbeit für Papa (Zeller/Maslowska 2008)

Die Arbeitslosigkeit eines Familienmitglieds hat in Familien oft dramatische Effekte. Das Buch nimmt auf diesen Umstand Bezug und fokussiert die Situation eines Kindes, dessen Vater arbeitslos wird. Es macht den gesellschaftlichen Druck, dem die Familie ausgesetzt ist, spürbar und zeigt, dass dieser Druck für alle Familienmitglieder eine enorme Belastung darstellt. Im Buch werden Möglichkeiten des Umgangs damit vorgeschlagen: Das Annehmen, aber auch das Anbieten von Unterstützung ist  kein Zeichen von Schwäche.

> Unterrichtsmodell (PDF)

Zeller, Lydia und Maslowska, Monika. (2008). Suche Arbeit für Papa. Zürich: Bajazzo.

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