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Montag, 03. Juli 2017 08:50 Alter: 142 Tage

Rektorin Dr. Elfriede Windischbauer offiziell wiederbestellt

 

Aus den Händen von Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid erhielt Dr. Elfriede Windischbauer kürzlich in ihrem Büro das Dekret. Sie wurde für weitere fünf Jahre als Rektorin der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig wiederbestellt.

Elfriede Windischbauer hat am 1. Oktober 2012 das Amt als Rektorin angetreten. Folgende zentrale Projekte wurden während der vergangenen fünf Jahre erfolgreich abgeschlossen bzw. in Gang gesetzt: 

  • Sanierung der Finanzen der Pädagogischen Hochschule: Nachdem Windischbauer unmittelbar nach Amtsantritt auf Unregelmäßigkeiten in der Budgetabteilung gestoßen war, leitete sie einerseits die rechtliche Aufarbeitung ein, andererseits sanierte sie die Finanzen innerhalb von drei Jahren, die Budgetabteilung wurde auf völlig neue Beine gestellt.
  • Neue Pädagog_innenbildung: Es wurden neue Lehrpläne für die Ausbildung in der Primar- und Sekundarstufe entwickelt, die zukünftige Lehrer_innen bestmöglich auf gegenwärtige und zukünftige Anforderungen in Unterricht und Schule vorbereiten. In der Sekundarstufe konnte am Standort Salzburg gemeinsam mit Universität und Mozarteum Salzburg sowie der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein eine enge, auf gegenseitigem Respekt aufgebaute Kooperation verwirklicht werden, die den Studierenden eine Ausbildung auf höchstem Niveau garantiert.
  • Profilbildung: Mit der Benennung zur Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig im Jahr 2014 wird einerseits der Bedeutung Stefan Zweigs für Salzburg Rechnung getragen. Gleichzeitig soll damit die Nachhaltigkeit der Schwerpunkte der Pädagogischen Hochschule in den Bereichen, Vielfalt, Toleranz, Bildungsgerechtigkeit und Demokratiebildung - Inhalte und Werte, die eng mit dem literarischen Schaffen Zweigs verbunden sind - betont werden. In diesem Sinne wurden während der Rektorenschaft Windischbauers Kompetenz- und Bundeszentren für Diversitätspädagogik und Begabungsförderung eingerichtet und die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig wurde Mitglied des Hochschulnetzwerkes Bildung durch Verantwortung.
  • Vernetzung: Den Vorsitz in der Salzburger Hochschulkonferenz, in der sich alle sechs Salzburger Hochschulen zusammengeschlossen haben, hat Windischbauer im vergangenen Jahr unter den Schwerpunkt der gemeinsamen Profilbildung gestellt. Dies mündete in einem gemeinsamen Pressegespräch aller Rektor_innen mit den führenden Salzburger Medien.

 

Für die nächsten fünf Jahre nimmt sich Rektorin Windischbauer mit ihrem Team folgende Schwerpunkte vor:

·         Inklusive Hochschule: Da die größte Herausforderung an Schulen – gegenwärtig und zukünftig – in der großen Heterogenität der Schüler_innen besteht, wird die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig noch mehr Wert auf diese Themen und den positiven Umgang damit legen. Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und Begabungen, ihrer sozialen und nationalen Herkunft, ihrer Sprache, ihres Geschlechtes, ihrer Interessen usw. Ziel ist es, eine inklusive Hochschule zu werden, an der Themen wie Migration, Begabung, Behinderung und Bildungsgerechtigkeit nicht nur theoretisch vermittelt, sondern im hochschulischen Alltag gelebt werden. Dies bedeutet, dass z.B. Studierende entsprechend ihren persönlichen Begabungen und Interessen in stärkerem Ausmaß als bisher Lehrveranstaltungen und Schwerpunkte wählen können. Es sollen mögliche Hürden aufgespürt und beseitigt werden, die Männern den Zugang zum Primarstufenstudium erschweren. Barrieren für beeinträchtigte Studierende sollen beseitigt werden.

Rektorin Windischbauer erwartet sich von der Tatsache, dass Vielfalt bereits während des Studiums gelebt wird, eine noch bessere Vorbereitung der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer auf ihren anspruchsvollen Beruf.

·         Stärkung der Naturwissenschaften und Medienkompetenz: Der Wissens- und Wirtschaftsstandort Salzburg braucht gut ausgebildete Expert_innen in den naturwissenschaftlichen Fächern und medienkompetente Menschen. Daher wird Rektorin Windischbauer den bereits eingeschlagenen Weg, diese Themen zentral in Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrer_innen zu verankern, fortführen. Entsprechende Professuren werden neu besetzt, ein Zentrum (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) eingerichtet und im Neubau der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig werden neue Räume für diese Fächer eingerichtet, u.a. ist die Einrichtung eines modernen naturwissenschaftlichen Übungslabors und eines Robotic-Labors geplant. 

·         Fort- und Weiterbildung: Pädagoginnen und Pädagogen müssen in ihrem Beruf ständig auf neue Herausforderungen reagieren (z.B. Flüchtlingskrise, Cybermobbing, Drogen, Neue Medien). Die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig bietet schon derzeit qualitativ hochstehende Fort- und Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer. Bei der jährlich stattfindenden Summer School und bei der Ditact – einem Fortbildungsprogramm im Bereich IT – arbeitet die PH Salzburg Stefan Zweig mit der Universität Salzburg und der Fachhochschule Salzburg eng zusammen.  In Zukunft wird die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig noch stärker als bisher auf individuelle Bedürfnisse von Schulleiter_innen und Schulstandorten eingehen und entsprechende Angebote entwickeln.

·         Elementarpädagogik: Mit der Besetzung einer Professur für „Frühe Sprachliche Förderung“ und der Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Elementarpädagogik im Juni 2017 setzt die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig in enger Kooperation mit dem Land Salzburg den Start für eine Intensivierung des Angebots für Elementarpädagog_innen.

·         Neubau: Der Um- und Neubau der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig startet im Sommer 2017. Erstes Ziel ist es hier, im Ausweichquartier, das ca. 2000 m2 kleiner als die bisherige Pädagogische Hochschule ist, einen reibungslosen Ablauf für die Studierenden und Lehrenden, aber auch für die Schüler_innen der Praxisvolksschule zu ermöglichen. Zweites Ziel ist es, im Neubau bestmögliche Bedingungen für eine innovative Pädagoginnenbildung zu schaffen. 

 

Foto: Rektorin Dr. Elfriede Windischbauer mit ihren Vizerektoren Dr. Wolfgang Plaute (links) und Dr. Christoph Kühberger, der von der PH an die Universität wechseln wird. Foto: Arnold Wallner/PH Salzburg Stefan Zweig

Im Rektorat der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig wird es eine personelle Veränderung geben: Der bisherige Vizerektor Dr. Christoph Kühberger wechselt mit Oktober 2017 an die Universität Salzburg und wird dort eine Professur für Geschichtsdidkatik und Politische Bildung antreten. Die frei werdende Stelle im Vizerektorat befindet sich gerade in Ausschreibung.